BERLIN
Mal wieder ein Blick über den Beckenrand hinaus, live von der ITB: Die Bademeisterin kennt ja vom Prinzenbad eher rüdere Töne, umso erstaunter und singender kam sie von einem Wein-Empfang der US-Staaten Washington und Oregon wieder.
"Hi, I'm Carry from Travel-Oregon."
"Hi Carry, I'm the Bademeisterin from the X-Mountain Prinzenbad!"
"Oh, great! Do You like some wine?"
"Oh, yes, a glass of white wine from Oregon, please!"
"Oh, great!!!"
Und so weiter, nach dem dritten Glas great white wine hab ich zugesagt, mit dem Rad 7 Tage lang quer durch Oregon zu fahren...
http://www.cycleoregon.com
bademeisterin - 9. Mär, 17:31
Die Bademeisterin ist heute mal über die ITB getigert. Die ganze Welt passt in 26 Hallen, und erstaunlicherweise liegt Bayern direkt neben Australien! Das reisefreudige Volk sammelt gern Tüten, und weil eine Tüte so schön aussieht, rennt die halbe Messe mit "Gay & Lesbian Travel" herum.
bademeisterin - 9. Mär, 13:00
Ab morgen kann ich mein Prinzenbad eigentlich zusperren – es ist Berlinale. Stammbadegäste entdecken ihre Leidenschaft für Filme wie „Little Red Flowers“, eine Parabel auf den Individualismus im chinesischen Kollektiv. Gesehen haben muss man auch unbedingt „Vitus“, allein weil der Schweizer Regisseur Fredi M. Murer schlappe zwanzig Jahre dran gearbeitet hat.
Gar nicht gehen Filme aus dem Wettbewerb, heimlich würde ich zwar gern Stars gucken, aber irgendeine Sirene im Bekanntenkreis findet sich immer, die den Kommerz geißelt. Immer gut hingegen, unbedingt mit dickrandiger Cineasten-Brille, sind Kurzfilme, vor allem, wenn die Begleitung beeindruckt werden will. Am besten keine Uhr tragen... Und hinterher bloß nicht fragen, warum niemand Geld für einen richtigen Film geben wollte!
Am berlinalsten ist das Forum, hier empfiehlt die Bademeisterin „The Peter Pan Formular“ aus Korea. Ein junger Mann, ein großartiger Schwimmer, muss seine Karriere aufgeben, weil seine Mutter nach einem Selbstmordversuch im Koma liegt. Er raubt nun Supermärkte aus, um die Krankenhauskosten zu begleichen. Zu Hause denkt er an seine Nachbarin, eine Musiklehrerin, und wichst.
Zu banal? Dann ab in die Werkschau: Nobuo Nakagawa wird gegeben, der Vorreiter des J-Horrors. Im „Jigoku“, einer Phantasmogarie aus dem Jahre 1960, werden buddhistische und christliche Vorstellungen der Hölle überaus seltsam vermischt.
Was die Bademeisterin selbst sehen wird? „Het Schnitzel Paradijs“, mein wahrer Tipp!
bademeisterin - 8. Feb, 13:16
Kaum betritt Bundeskanzlerin Angela Merkel - tippt sich noch leicht ungewohnt - englischen Boden, da verschwinden dort heute die "Last Orders", die Sperrstunde in englischen und walisischen Pubs ist aufgehoben.
Gibt es irgendeinen trinkfesten Zusammenhang zur Pleite des Wartezimmers von Figaro Udo Walz, der "Paris Bar"? fragt sich die besorgte Bademeisterin.
bademeisterin - 24. Nov, 15:43
Wenn ich als Kreuzberger Bademeisterin 10 Meter über dem Beckenrand throne kostet, gehe ich manchmal in Gedanken noch mal den Einkaufszettel durch. Meistens kaufe ich bei „Kaiser’s“ am Kottbusser Tor ein. Da gibt es viel frische Ware, sogar Fisch, und ich lese mich gern einmal durch den Zeitungsstand.
Vor allem aber freue ich mich auf die Kasse. Nicht-Stammkunden geben nämlich zuweilen Wunderliches von sich, wenn sie gefragt werden: „Sammeln Sie Herzen?“ – „Nur gebrochene!“ oder „Meinen Sie Lebkuchenherzen?“
Diese Unkundigen wissen nichts von der Rabattaktion des Supermarktes, pro fünf Euro Einkauf kriegt man ein Treueherz, klebt es in ein Rabattheft und bekommt für eine bestimmte Zahl von Herzen ein Küchenutensil. Ich hab mich jüngst in eine kleine Pfanne verliebt, die gibt es für 100 Herzen, macht also 500 Euro für eine Rabattpfanne, das finde ich fair, wie gesagt, ich werde nicht abheben. (500 Euro, was macht das in alten Francs?)
Und es gibt Möglichkeiten, zu mehr Herzen zu gelangen, als laut Kassenbon zuzuteilen sind. Manche Mitarbeiter runden freundlich auf. Aber nicht der junge Bräsige mit den Koteletten, der verteilt seine Klebeherzen nur auf besondere Bitte. Von der Dunkelhaarigen mit dem „Deutschland – eine Dienstleistungswüste“-Gesicht kann ich auch nur abraten: Neulich bezahlte ich 10,35 Euro und bekam nur ein Herz. Da guckte ich traurig, wurde jedoch prompt zurechtgewiesen: „Den Tagesspiegel müssen Sie abziehen, für 9,70 Euro gibt es nur ein Herz!“ Da guckte ich noch trauriger.
Zum Glück sind die anderen dort nicht solche Kassenherzenbrecher, so dass es hinkommen müsste mit den 500 Euro für meine Ein-Spiegelei-Pfanne!
Es grüßt die Bademeisterin, die nur auf dem 10-Meter-Turm abhebt!
bademeisterin - 26. Okt, 12:54